Ausstellung „FACETTENREICH“

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Wie bereits in der Homepage des Kunstkreises angekündigt, wurde die im Plan am 17. Oktober vorgesehene Ausstellung des Studenten Sören Arp aus der Klasse Ellenrieder von der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig kurzfristig abgesagt, .
Der Kunstkreis freut sich, dass sich unmittelbar danach spontan fünf Kunstschaffende aus der Gruppe „Offene Runde-Künstlerischen Schaffen“ des Kunstkreises Kloster Brunshausen bereit erklärt haben , sich auf „ fünf unterschiedlichen Wegen zur Kunst und entsprechend vielfältigen Ausdrucksformen“ zu präsentieren.

Unter dem Titel „FACETTENREICH“ zeigen Claudia Flade, Manfred Braun, Karin Bargstädt, Brigitte Kesten und Jutta Naujoks ihre Arbeiten. Der Titel der Ausstellung ist dabei durchaus Programm. Die Bandbreite reicht von Malerei, Grafik und Objekten über unterschiedlichen Mischtechniken bis hin zu Arbeiten, bei denen Bücher, Papier und Fundstücke zu neuem künstlerischem Material werden. Auch die Wege, auf denen die fünf Beteiligten zur Kunst gefunden haben, könnten unterschiedlicher kaum sein.

Claudia Flade aus Göttingen bringt ihre berufliche Erfahrung als Buchbinderin und Buchrestauratorin in ihre künstlerische Arbeit ein. Sie beschäftigt sich mit Materialien, die bereits eine Geschichte haben und ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Alte Papiere und Bücher, Äste, Blätter, Muscheln und andere Fundstücke werden gesammelt, verändert und neu zusammengesetzt. In der Ausstellung rückt sie besonders das gedruckte Buch in den Mittelpunkt. Was ausgedient zu haben scheint, erhält in ihren Arbeiten eine neue Form und Bedeutung.
Eine ganz andere künstlerische Biografie bringt Brigitte Kesten mit. Ihre Laufbahn begann mit einer Ausbildung bei der Königlichen Porzellan Manufaktur in Berlin. Nach ihrem Umzug nach Einbeck arbeitete sie von 1976 bis 1978 für die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Später leitete sie Kurse in Porzellanmalerei in Göttingen, Northeim und Einbeck und gründete 1980 eine eigene Werkstatt. Zwei Bücher über die Technik der Porzellanmalerei entstanden in dieser Zeit. Nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit wandte sie sich verstärkt der freien künstlerischen Arbeit zu. In Brunshausen zeigt sie Zeichnungen und Acrylmalerei und damit einen Ausschnitt aus ihrem vielseitigen Schaffen.
Karin Bargstädt lebt heute in Bad Gandersheim und war zuvor viele Jahre in Hamburg ansässig. Seit den 1990er Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Malerei. Ihre Ausbildung bei einem Hamburger Maler vermittelte ihr Techniken von Grafik und Aquarell über Gouache und Pastell bis zu Acryl und experimentellen Mischformen. Wichtige Anregungen findet sie auf Reisen, vor allem in Italien und Südfrankreich. Landschaften, Farben und Eindrücke dieser Aufenthalte fließen in ihre Arbeiten ein. Sie stellte bereits in Hamburg, Lübeck und Bad Gandersheim aus.
Jutta Naujoks hat sich die Malerei autodidaktisch erschlossen und ihre Kenntnisse über Jahre in verschiedenen Kursen vertieft. Inhaltlich richtet sie den Blick auf Flora und Fauna, Musikszenen und Motive, die aus Beobachtungen ihrer unmittelbaren Umgebung ebenso entstehen wie aus langjährigen Auslandsaufenthalten und Reisen. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen gegenständlicher Darstellung und Abstraktion. Dabei verwendet sie unter anderem Acrylfarben, Pastellkreide und Mischtechniken. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand lebt und arbeitet sie in Kalefeld. 2025 beteiligte sie sich erstmals an einer Gemeinschaftsausstellung des Kunstkreises Kloster Brunshausen.
Auch Manfred Braun kam über einen anderen beruflichen Weg zur bildenden Kunst. Der gebürtige Bremerhavener studierte in Marburg und unterrichtete nach seinem Referendariat in Kassel bis 2020 Politik, Religion und Biologie an einem Gymnasium in Dassel. Theater, Musik und Literatur begleiteten ihn schon früh, hinzu kamen Ausbildungen in Tanzpädagogik und Tanztherapie. Workshops unter anderem in Berlin, Hannover und Bad Gandersheim sowie verschiedene Sommerakademien gaben schließlich wichtige Impulse für seine Malerei. Sein Spektrum reicht von Kohlezeichnungen und Aquarellen bis zu figürlich abstrakten Arbeiten. Im Mittelpunkt steht für ihn weniger die naturgetreue Wiedergabe als die Veränderung des Sichtbaren: Figuren und Formen werden reduziert, verschoben und aus vertrauten Zusammenhängen gelöst. Braun war unter anderem in Fredelsloh sowie bei Gemeinschaftsausstellungen von NortKultur in Northeim vertreten.
So vereint „Facettenreich“ fünf Positionen, die sich in Material, Technik und Motivwahl deutlich unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen die intensive Beschäftigung mit dem eigenen künstlerischen Ausdruck und die Offenheit gegenüber unterschiedlichen Formen und Materialien.

Terminübersicht

Gut zu wissen

Eignung

  • für jedes Wetter

  • Zielgruppe Erwachsene

  • Zielgruppe Senioren

  • für Gruppen

  • für Individualgäste

Preisinformationen

  • kostenfrei

Der Eintritt ist frei

Lizenz (Stammdaten)

Kunstkreis Kloster Brunshausen e.V. Heidrun Hesse
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