Wrescherode
- wo Stadt und Land sich begegnen
Nur ein Ortsschild trennt Wrescherode von der Kernstadt Bad Gandersheim – und doch hat der zweitgrößte Ortsteil seinen ganz eigenen Charakter bewahrt. Schon 1261 erstmals als Writtshingerode erwähnt, war das Dorf eng mit dem Stift Gandersheim verbunden, dem bedeutenden Familienstift der Liudolfinger (Ottonen).
Das Wahrzeichen des Ortes ist die St.-Urban-Kirche, deren Ursprünge bis ins späte Mittelalter reichen. Ihr leuchtend roter Anstrich, von den Gemeindemitgliedern selbst gewählt, macht sie unverwechselbar. Eine einst hier aufgestellte, 500 Jahre alte Figur des Heiligen Mauritius befindet sich heute im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig.
Die Gemarkung Wrescherodes ist erstaunlich vielseitig: Neben dem Flugplatz Bad Gandersheim liegen hier auch ein Campingplatz, Teile der Osterbergseen und die Domäne Schachtenbeck. Der Kühler, die höchste Erhebung des Ortes, bietet herrliche Ausblicke auf Harz und Leinebergland. Dort befinden sich bronzezeitliche Hügelgräber und die Kühlerquelle, an der eine von der Dorfgemeinschaft errichtete Wanderschutzhütte steht.
