Heckenbeck

- Natur, Kultur und Gemeinschaft erleben

Eingebettet in das idyllische Tal der Mahmilch und umgeben von den sanften Höhenzügen des Hellebergs (298 m), des Steinbrinks (227 m) und des Wadenbergs (249 m) liegt Heckenbeck – ein Dorf, das mit seiner außergewöhnlichen Struktur und seinem regen Gemeinschaftsleben begeistert. Abseits der großen Durchgangsstraßen, nur wenige Kilometer nordwestlich der Kurstadt Bad Gandersheim, hat sich hier ein Ort entwickelt, der Tradition und Moderne auf ganz eigene Weise verbindet.

Geschichte und Lage

Heckenbeck blickt auf eine lange Geschichte zurück – erstmals erwähnt wurde es bereits im 12. Jahrhundert. Heute zählt das Dorf rund 505 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört damit zu den größten Stadtteilen Bad Gandersheims. Ein bemerkenswerter Umstand: Während viele ländliche Orte mit Bevölkerungsrückgang kämpfen, wächst Heckenbeck stetig weiter.

Nur zwei Kilometer nördlich befindet sich das Gut Hilprechtshausen, und entlang der Kreisstraße nach Kreiensen lädt das Naturdenkmal „Zwillingsbuche“ zu einem Spaziergang ein. Ein geschichtliches Kleinod ist das Grabdenkmal des Komponisten Albert Methfessel (1785–1869) auf dem Dorffriedhof – er verbrachte seine letzten Lebensjahre im Heckenbecker Pfarrhaus.

Ein Dorf im Wandel

Früher prägten Landwirtschaft und Arbeit bei Post und Bahn in Kreiensen das Leben der Heckenbecker. Doch seit den 1980er-Jahren hat das Dorf einen bemerkenswerten Wandel vollzogen: Menschen aus ganz Deutschland fanden hier eine neue Heimat und brachten frische Ideen und Projekte mit. Alte Bauernhöfe wurden zu lebendigen Wohn- und Arbeitsgemeinschaften umgestaltet – heute bekannt als „Königshof“, „Schwalbenhof“ oder „Brennesselhof“.

So entstand ein vielfältiges Dorfleben mit Einrichtungen, die man in Orten dieser Größe selten findet: Eine Arztgemeinschaftspraxis, mehrere Therapiepraxen, das kulturelle Herzstück „Weltbühne“, die „Freie Schule Heckenbeck“ samt Kindergarten „Pusteblume“, ein Bio-Dorfladen, eine Gemüsebau-Genossenschaft und zahlreiche Handwerks- und Kunstbetriebe wie Tischler, Maurer oder Bildhauerin mit Atelier.

Gemeinschaft und Kultur

Das gesellschaftliche Leben Heckenbecks wird von einem lebendigen Vereinswesen getragen. Zu den traditionellen Vereinen zählen der Männergesangverein „Liedertafel“ (seit 1892), der Sportverein (gegründet 1948) mit Sparten wie Fußball, Tischtennis und Gymnastik, der Schützenverein „Horrido“ (seit 1964) mit eigenem Schützenhaus, die Bürgergemeinschaft e. V., die Evangelische Kirchengemeinde sowie die engagierte Freiwillige Feuerwehr, die ihr Gerätehaus in Eigenarbeit modernisierte.

Gleichzeitig prägen neue Initiativen das kulturelle Gesicht des Dorfes: Der Verein „KuK e. V.“ (Kultur und Kommunikation) betreibt die „Weltbühne“ mit einem überregional bekannten Kulturprogramm, „Aktives Leben und Lernen e. V.“ engagiert sich für Schule und Kindergarten, und der Verein „Klang der Stille“ lädt im Meditationspavillon zu besonderen Momenten der Ruhe ein.

Sehenswürdigkeiten und dörfliches Leben

Neben der imposanten Dorfkirche mit Bauteilen aus dem 17. Jahrhundert laden der zentrale Dorfplatz mit Bushaltestelle und Ehrenmal, das Dorfgemeinschaftshaus (ehemalige Dorfschule), der Spielplatz an der Schmiedestraße und der Sportplatz an der Kreiensener Straße zum Verweilen und Begegnen ein.

Heckenbeck ist ein Beispiel dafür, wie ein Dorf durch Offenheit, Engagement und Kreativität aufblühen kann – ein Ort, der Tradition bewahrt und zugleich mutig neue Wege geht.

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